THEMA: Kopfläuse

Kopfläuse

Beschreibung:

Die Kopflaus (Pediculus humanus capitis) gehört—wie unter anderem auch Spinnen, Skorpione und Zecken- zum Tierstamm der Gliederfüßer. Ihr Ektoskelett („Chitinpanzer“) bietet hervorragenden Schutz vor Austrocknung, Druck oder Feuchtigkeit.

Der Kopf ist schmal und trägt die beiden Antennen. Vorn am Kopf befindet sich ein stilettartiger Stechapparat, der zwei Kanälen Raum bietet. Durch einen wird gerinnungshemmender Speichel injiziert, durch den zweiten das so vorbehandelte Blut gesaugt.

Der Brustabschnitt besteht aus drei Segmenten, aus denen jeweils ein Paar Klammerbeine ragt, welche an deren Spitze einen hakenartigen Klammerverschluß aufweisen. Mit diesen heften sich die Läuse derart fest and das menschliche Haar, dass sie praktisch nicht entfernt werden können.

Der Hinterleib besteht aus 10 Segmenten, die Weibchen zeichnen sich durch zwei spitze Fortsätze aus, während die abgerundet erscheinenden Männchen einen Penis ausstülpen können.

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Lebenszyklus

 Schon ca. 24 Stunden nach der Paarung werden die 0,5– 0,8mm großen Eier vom Weibchen in mit einem Deckel verklebten Eihüllen (Nissen) am Haarschaft nahe der Kopfhaut verklebt.

Innerhalb von 6-9 Tagen schlüpfen sechsbeinige Larven, aus welchen nach zwei weiteren Larvenstadien geschlechtsreife Männchen oder Weibchen entstehen. Eine Generationenfolge nimmt somit nur 17 Tage in Anspruch.

Die Weibchen legen 4-9 Eier pro Tag und leben etwa 9-20 Tage. Je nach Lebensdauer produziert es  50– 150 Eier.

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Übertragung:

Läuse sind lichtscheu und wärmebedürftig, nur nach der Blutmahlzeit ( alle 2-3 Stunden) laufen sie für einige Minuten an die Haarenden, um nach einem neuen Wirt Ausschau zu halten. 

Ohne Blut überleben sie kaum 24 Stunden und verdursten dann. Es wandern fast nur begattete Weibchen auf einen anderen Wirt. Nur sie können eine neue Population auf dem neuen Wirt aufbauen, da einzelne Männchen oder Larven nicht fortpflanzungsfähig sind.

 

WICHTIG:

Läuse verlassen niemals freiwillig das Haupthaar, es sei denn bei einem Wirtswechsel!

Bettwäsche, Kuscheltiere, Spielzeug oder Kleidung sind infolgedessen kein Habitat für Läuse und müssen keinesfalls ausgekocht, tiefgefroren, desinfiziert oder auf sonstige Art behandelt werden!


Prophylaxe:

 Entgegen den Versprechungen mancher Hersteller gibt es keine wirksamen Abwehrmittel gegen Lausbefall. Läuse nehmen diese Abwehrmittel zwar wahr, lassen sich aber keinesfalls von einem   solchen Mittel davon abbringen, auf den neuen, mit Spray behandelten Wirt zu wechseln.

Lausbefall ist keine Frage der Hygiene! Im Gegenteil fällt Eltern, welche die Hygiene ihrer Kinder sehr ernst nehmen, ein Lausbefall ihrer Kinder schon früh auf.

 

Behandlung:

 Die  einfachste, unschädlichste und billigste Lösung wäre die Rasur. Aus ästhetischen Gründen kaum realisierbar, greifen Eltern zu Lausmitteln, die in drei Kategorien eingeteilt werden können:

 

 1.) Insektizide       Diese Stoffe töten Läuse, manche Läusestämme haben allerdings Resistenzen gegen bestimmte Wirkstoffe entwickelt.


 2.) Medizinalprodukte Hier wird die Laus auf physikalischem Wege beeinträchtigt, etwa erstickt.  Vorsicht: Manche dieser Substanzen sind im Haar extrem leicht entflammbar!


 3.) Kosmetika Weder eine biozide noch eine physikalische Wirkung ist nachweisbar.

 

Um ein Lausmittel zu beurteilen, werden drei Kriterien herangezogen:

Die Wirksamkeit, der Grad der Gesundheitsgefährdung und die Anwenderfreundlichkeit.

 

Unter all diesen Aspekten empfehlenswert ist ein innovatives Produkt, welches am  Institut für Parasitologie an der Universität Düsseldorf entwickelt wurde: 

 „WASH AWAY Laus“   Einige der Vorzüge diese Produkts seien hier angeführt:

· Erstickt Läuse bei der Anwendung durch natürliche Wirkstoffkombination aus Tanninen und anderen Polyphenolen. Die verendeten Läuse werden dann mit klarem Wasser aus gespült.

· Milde Formel pflegt die Kopfhaut und reizt sie nicht.

· Verklebt das Haar nicht und hinterlässt einfach zu kämmendes, wohlriechendes Haar

· Enthält keine irritierenden Insektizide wie Permethrin, Allethrin oder Malathion, bei welchen zusätzlich teils erhebliche Resistenzbildungen  nachgewiesen wurden

· Enthält kein Dimethicon oder Cyclomethicon, das im Haar extrem entflammbar ist und— einmal entfacht– schwere Verbrennungen verursachen kann. Im Dezember 2008 warnten  sowohl das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen als auch die deutschen Behörden und die dortige Apothekerkammer vor derartigen Produkten!

· Enthält keine ätherischen Öle wie Anis-, Kokosnuss- oder Teebaumöl, von denen neurotoxische Wirkungen bekannt sind, besonders bei hoher Dosierung und langer Exposition.

 

Wash-Away Laus ist in unserem Online-Shop sowie in gut sortierten Apotheken erhältlich.


AB_Wash_small.gif                      € 14,90.-